Eine Kündigung muss ausreichend bestimmt sein (BAG Urteil vom 20.06.201 – 6 AZR 804/11 -)

Bei einer Kündigung muss der Arbeitgeber darauf achten, dass das von ihm beabsichtigte Ende des Arbeitsverhältnisses vom Arbeitnehmer erkannt werden kann. Ein Hinweis auf die gesetzliche Regelung ist nur dann ausreichend, wenn der Arbeitnehmer ohne besondere Kenntnisse ermitteln kann, wann das Arbeitsverhältnis sein Ende finden wird. Besser ist jedoch, den Kündigungstermin anzugeben oder aber zumindest die...

Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes (BAG Urteil vom 20.02.2014 – 2 AZR 859/11 -)

In der heutigen Zeit werden immer mehr Leiharbeitnehmer in den Betrieben beschäftigt. Fraglich ist dabei, ob bei einem Arbeitnehmer, der zuvor als Leiharbeitnehmer in einem Betrieb eingestellt worden ist, danach jedoch als direkter Arbeitnehmer des Entleihers eingestellt wurde, beide Tätigkeiten für die Berechnung der Wartezeit des § 1 Abs. 1 KSchG herangezogen werden müssen. Das BAG hat sich dagegen entschieden, das heißt, dass beide Tätigkeiten getrennt behandelt werden. So kann es sein, dass ein Arbeitnehmer bereits mehr als sechs Monate in einem Betrieb gearbeitet hat (zunächst als Leiharbeitnehmer, dann als Arbeitnehmer), er sich jedoch trotzdem nicht auf den Kündigungsschutz berufen...

Negative Zukunftsprognose bei krankheitsbedingter Kündigung (BAG Urteil vom 18.01.2007 – 2 AZR 759/05 -)

Entscheidend für die Frage, ob jemand krankheitsbedingt gekündigt werden darf, ist unter anderem die negative Zukunftsprognose. Das BAG hat in seiner Entscheidung darauf hingewiesen, dass bei einer Krankheitszeit von 18 Monaten und einer gleichzeitigen Ungewissheit über die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit die Prognose negativ ist. Gleichzeit wurde entschieden, dass allein diese Ungewissheit eine erhebliche Beeinträchtigung betrieblicher Interessen...

Wirksame Kündigung wegen außerdienstlicher Straftat (BAG Urteil vom 10.04.2014 – 2 AZR 684/13 -)

Grundsätzlich bedarf es bei einer Kündigung wegen einer Straftat einen unmittelbaren Bezug zum Arbeitsverhältnis. Eine Kündigung kann jedoch dann wirksam ausgesprochen werden, wenn die außerdienstlich begangene Straftat zwar keinen unmittelbaren Bezug zum Arbeitsverhältnis aufweist, aber sich trotzdem dadurch ein Eignungsmangel zeigt. Dies ist zum Beispiel dann gegeben, wenn aufgrund der außerdienstlich begangenen Straftat die Besorgnis begründet ist, der Arbeitnehmer könne auch im dienstlichen Zusammenhang mit dem Strafrecht in Konflikt...